Definition
Gebühren für familienrechtliche Leistungen, die entsprechend dem nachgewiesenen finanziellen Bedarf des Mandanten festgelegt oder angepasst werden, häufig durch gestaffelte Tarife, Bedürftigkeitsprüfungen oder Reduktionen, um den Zugang zur anwaltlichen Vertretung zu verbessern.

Prinzip

Prinzip
Gerechten Zugang zu Rechtsdienstleistungen fördern, indem der Preis an die Zahlungsfähigkeit angepasst wird und zugleich Qualität und berufsrechtliche Pflichten gewahrt bleiben.

Demonstration

Demonstration
Eine familienrechtliche Kanzlei verwendet eine dokumentierte Staffel: Mandanten unter einer bestimmten Einkommensgrenze zahlen für Sorgerechtsänderungen einen reduzierten Stundensatz, höherverdienende Mandanten den regulären Satz.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Honorare so weit zu reduzieren, dass der Anwalt keine kompetente Vertretung mehr leisten kann, oder Bedarfsermäßigungen inkonsistent anzuwenden, um bestimmte Mandanten aus nicht-finanziellen Gründen zu bevorzugen.

Konsequenz

Konsequenz
Besserer Zugang für einkommensschwache Personen in Scheidungs-, Sorgerechts- und Unterhaltsangelegenheiten; mögliche gesteigerte Nachfrage und Notwendigkeit zur Quersubventionierung innerhalb der Kanzlei.

Umkehrung

Umkehrung
Einheitliche Vollpreis-Berechnung, die die Mittel des Mandanten ignoriert und Einnahmen über Zugang und Gerechtigkeit stellt.

Abgrenzung

Abgrenzung
Gilt für die Gebührengestaltung privater familienrechtlicher Dienstleistungen; ersetzt keine vom Gericht angeordneten Gebührenbefreiungen oder die öffentliche Rechtsberatung und erlaubt nicht die Verletzung berufsrechtlicher Pflichten wie Kompetenz, Sorgfalt oder Interessensprüfung.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Unterscheidet sich von Pro-bono-Leistungen (kostenlose ehrenamtliche Dienste) sowie von Erfolgshonoraren oder Pauschalen (die an Ergebnis oder Aufgabe gebunden sind statt an die Mittel des Mandanten).

Synthese

Synthese
Ein politisches Instrument, das Mandantenzugang und Kanzleistabilität ausbalanciert durch Dokumentation der Bedürftigkeit, transparente Reduktionskriterien und regelmäßige Prüfung der finanziellen Auswirkungen, um kompetente familienrechtliche Vertretung zu sichern.