Definition
Eine schriftliche oder mündliche Vereinbarung zwischen leiblichen Eltern und Adoptiveltern, die das erwartete Maß an Kommunikation, Informationsaustausch und Kontakt nach einer Adoption regelt, während die rechtliche elterliche Verantwortung auf die Adoptiveltern übergeht.
Prinzip
Prinzip
Vorhersehbare, ausgehandelte Wege für fortlaufende Beziehungen und Informationsaustausch zwischen Geburtspersonen und Adoptivfamilie zu schaffen, ohne die rechtliche Übertragung der elterlichen Gewalt zu verändern.
Demonstration
Demonstration
Die leibliche Mutter und die geplanten Adoptiveltern vereinbaren in einem Schreiben jährliche Fotoaktualisierungen, zweimal jährlich direkte Nachrichten und alle zwei Jahre einen beaufsichtigten Besuch, um die Identitätskontinuität des Kindes zu wahren.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Die Vereinbarung wie eine vollstreckbare Sorgerechtsanordnung zu behandeln oder sie zu nutzen, um den Adoptiveltern in medizinischen oder schulischen Notfällen Entscheidungsbefugnisse zu verweigern.
Konsequenz
Konsequenz
Bei Einhaltung stärkt die Vereinbarung das Identitätsgefühl des Kindes, verringert Unsicherheiten aller Beteiligten und erleichtert Übergänge; bei Missachtung kann sie Misstrauen und rechtliche Auseinandersetzungen hervorrufen.
Umkehrung
Umkehrung
Eine geschlossene Adoption, bei der kein planmäßiger Austausch von Kontakt- oder Identifikationsinformationen zwischen leiblicher und Adoptivfamilie vorgesehen ist.
Abgrenzung
Abgrenzung
In der Regel ein privater Vertrag oder Absichtsschreiben; die Durchsetzbarkeit hängt von der Rechtsordnung ab, und die Vereinbarung selbst begründet oder entzieht keine elterlichen Rechte, es sei denn, sie wird gemäß lokalem Recht gerichtlich angeordnet.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Überlappt mit Nachadoptionskontakt-Vereinbarungen und informellen Familienabsprachen; Spannung entsteht zwischen der Betrachtung als ethische/verhaltensmäßige Verpflichtung und als rechtlich bindendes Instrument.
Synthese
Synthese
Eine Vereinbarung zur offenen Adoption ist ein ausgehandelter Plan für zukünftigen Kontakt und Informationsaustausch, der die Beziehungs-kontinuität des Kindes unterstützen soll, während die Adoptiveltern die rechtliche Elternschaft übernehmen; ihre Wirksamkeit hängt von den Erwartungen der Beteiligten und dem lokalen Recht ab.