Definition
Der Prozess, durch den eine als Ehe- oder Familienwohnung genutzte Immobilie entweder einvernehmlich oder auf gerichtliche Anordnung veräußert wird, damit der Erlös im Rahmen der Vermögensaufteilung verteilt oder zur Befriedigung von Belastungen verwendet werden kann.

Prinzip

Prinzip
Ein unteilbares oder gemeinschaftlich gehaltenes Wohnvermögen in liquide Mittel umzuwandeln, die gerecht verteilt werden können oder zur Tilgung gemeinsamer Verbindlichkeiten dienen, wobei Zeitrahmen, Wohnbedürfnisse der Kinder und Marktrealitäten abgewogen werden.

Demonstration

Demonstration
Die Parteien vereinbaren den Verkauf ihres Ehehauses, tilgen die restliche Hypothek und das Ausgleichspfandrecht aus dem Verkaufserlös und teilen anschließend den Nettobetrag gemäß Vergleichsvereinbarung oder Gerichtsbeschluss.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Einen sofortigen Verkauf zu erzwingen, ohne die Wohnbedürfnisse der Kinder zu berücksichtigen, Steuern und Abschlusskosten zu übersehen oder unter Marktwert zu verkaufen, um schneller abzuschließen.

Konsequenz

Konsequenz
Schafft Liquidität zur Durchführung der Vermögensaufteilung, beseitigt gesicherte Schulden an der Immobilie und kann einen klaren wirtschaftlichen Schnitt ermöglichen, erzeugt jedoch Umzugsdruck und steuerliche Folgen.

Umkehrung

Umkehrung
Alternativen sind der Buy-out einer Partei, die Übertragung des Titels durch Ausgleich mit anderen Vermögenswerten oder die Aufschiebung des Verkaufs bis zu einem späteren vereinbarten oder gerichtlich bestimmten Zeitpunkt.

Abgrenzung

Abgrenzung
Unterliegt Hypothekenbedingungen, Belastungen, Gläubigerprioritäten, gesetzlichen Schutzvorschriften für Minderjährige oder schutzbedürftige Bewohner und etwaigen gerichtlichen Verkaufsbeschränkungen; der Verkauf löscht keine nicht- monetären Ansprüche, sofern nicht im Vergleich geregelt.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Wird häufig dem Buy-out oder Transfer gegenübergestellt; der Verkauf setzt auf Liquidität und Endgültigkeit, während ein Buy-out Kontinuität der Nutzung ermöglicht, aber die Kapitalbilanzierung erschweren kann.

Synthese

Synthese
Der Verkauf des Ehehauses ist die Umwandlung eines gemeinschaftlichen Wohnvermögens in verteilbare Erlöse, die zur Befriedigung von Belastungen und zur gerechten Verteilung dienen, wobei praktische und wohlfahrtsbezogene Auswirkungen des Verkaufs zu berücksichtigen sind.