Definition
Ein rotierendes gemeinsames Betreuungsmuster, bei dem ein Elternteil das Kind zwei Tage hat, der andere Elternteil die folgenden zwei Tage, und dann wieder der erste Elternteil drei Tage, wobei sich der Zyklus wiederholt — konzipiert, um annähernd gleiche Zeiten zu erreichen und lange Trennungen für kleine Kinder zu vermeiden.

Prinzip

Prinzip
Häufigen, vorhersehbaren Kontakt zu beiden Elternteilen sicherzustellen und Störungen zu verringern, indem Übergangsintervalle kurz gehalten werden, Routinen für junge Kinder bewahrt und die elterliche Zeit über einen wiederkehrenden Zyklus ausgeglichen wird.

Demonstration

Demonstration
Bei einem typischen 2‑2‑3‑Plan hat Elternteil A Montag‑Dienstag, Elternteil B Mittwoch‑Donnerstag, Elternteil A Freitag‑Sonntag; in der folgenden Woche kehrt sich die Reihenfolge um, sodass beide Eltern über zwei Wochen gleiche Zeitanteile haben.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Das 2‑2‑3‑Muster in Fernbeziehungsfällen ohne Reisevorkehrungen durchzusetzen, oder es anzuwenden ohne Berücksichtigung des Schulplans des Kindes, medizinischer Bedürfnisse oder der praktischen Belastung häufiger Übergaben für einen Elternteil.

Konsequenz

Konsequenz
Geeignet angewandt erzielt der Plan nahezu gleiche Zeitanteile, häufigen Eltern‑Kind‑Kontakt, vorhersehbare Routinen für das Kind und Parität über zweiwöchige Zyklen, erfordert jedoch verlässliche Übergabepunkte und Zusammenarbeit.

Umkehrung

Umkehrung
Ein fester Wochenend‑/Wochentagsplan, der einem Elternteil überwiegende Wochenendrechte und lange Wochentags‑Trennungen gibt, oder ein 3‑4‑4‑3‑Rhythmus, der die Übergangshäufigkeit und Übernachtungsmuster verändert.

Abgrenzung

Abgrenzung
Am besten geeignet für lokale, reisearme Kontexte und Kinder, die kurze Übergänge gut verkraften; weniger geeignet für Fernbetreuung, sehr junge Säuglinge mit ernährungsbedingter Kontinuitätsbedarf oder Situationen, in denen Übergaben Sicherheitsprobleme aufwerfen.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Spannung zu Einwochen‑Ausgleichsmodellen und Blockplänen: 2‑2‑3 setzt auf kurze, häufige Übergänge zur Zeitausgleichung, was mit dem Ziel längerer, ununterbrochener Aufenthalte für Reisen, Sommerzeiten oder Stabilität mancher Kinder kollidieren kann.

Synthese

Synthese
Der 2‑2‑3 Betreuungsplan ist eine sich wiederholende Kurzblock‑Rotation, die elterliche Zeit durch Wechsel zwischen zwei‑ und dreitägigen Perioden ausgleicht, mit dem Ziel regelmäßigen Kontakts und Zeitparität, erfordert jedoch klare Übergabepunkte und Kooperation.